Donnerstag, 24. Oktober 2013

Ostsee-Schwansen 4u

Ostsee Schwansen 4u


Die Landschaft Schwansen ist eine Halbinsel im Norden Schleswig-Holsteins. Schwansen wird von der Eckernförder Bucht, der Schlei und der Kolholmer Au umgrenzt. Im Nordwesten liegt die Stadt Kappeln, im Süden Eckernförde. Beide Städte werden seit 1972 durch die Schwansenstraße (B 203) verbunden. Schwansen umfasst zwölf Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee, die zum Stadtgebiet Kappelns gehörenden ehemaligen Gemeinden Kopperby und Olpenitz sowie den Ortsteil Bohnert der Gemeinde Kosel. Hauptort der Harde und des späteren Amtes Schwansen war Rieseby. Die Halbinsel hat ca. 20.000 Einwohner.

Der Name leitet sich vermutlich vom Schwansener See in der Gemeinde Dörphof ab. Urkundlich erwähnt ist der Name bereits 1260 als Swansio, im Waldemar-Erdbuch (als Teil Fræzlæts) als Swansø (dänisch für Schwanensee); dies soll erst der Name des Sees gewesen sein, später dann des Kirchspiels, und schließlich die Benennung der ganzen Halbinsel.

Das Gebiet wurde um 750 von Dänen und Jüten besiedelt. Das lässt sich heute noch wie im benachbarten Angeln an den vielen Ortsnamen auf -by (H -dorf; z.B. Gammelby H Altes Dorf ) ablesen. Im Süden zwischen Schlei und dem Windebyer Noor bei Eckernförde befand sich ein Teilstück des Danewerks.

Die sanft hügelige Endmoränenlandschaft mit Stränden und Steilküsten ist heute durch Gutswirtschaft geprägt. Die zahlreichen Höfe um die Herrenhäuser und Schlösser werden großteils von alteingesessenen adligen Familien betrieben, darunter die Herzöge von Schleswig-Holstein und Mecklenburg. Schwansen ist unter anderem bekannt für das unter Denkmalschutz stehende Dorf Sieseby (Gemeinde Thumby) an der Schlei und das Ostseebad Damp. Bei Karlsminde befindet sich das größte der zahlreichen Hünengräber.

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